Drei Fragen an Marco Bürklin

Marco Bürklin alias BRKLN.ART aus Essen ist Vater von drei Kindern, hauptberuflich IT-Einkäufer und nebenberuflich als Künstler, Veranstalter und Dozent tätig. Seit über 15 Jahren entwickelt er autodidaktisch eine abstrakte, kraftvolle Bildsprache zwischen Street Art und freier Malerei. Seine Arbeiten sind wild, farbintensiv und voller Bewegung und entstehen mit Acryl, Spraydosen, Markern, Tape und Tinte. Seit 2023 widmet er sich ergänzend auch der Drucktechnik mit der GelliPlate, die er künstlerisch nutzt und als Dozent in Workshops vermittelt, unter anderem beim Künstlerbedarf boesner. Aktuell richtet er sein Atelier BRKLN.ART Studio in der Rotthauser Straße 40 ein. Unter dem von ihm gegründeten Label STUFF I LIKE organisiert, kuratiert und realisiert er Kunst- und Designmärkte, Ausstellungen und weitere Formate wie die STUFF I LIKE Conference.

KURTI: Wie kommt ein BWL´er zur Kunst?

Marco: Ich bin ursprünglich Bankkaufmann und habe einen Bachelor in International Management. Über Umwege bin ich im IT-Einkauf gelandet. Die Kunst war und ist dabei ein ständiger Begleiter meines Lebens. Lange Zeit habe ich allerdings nur für mich gearbeitet und eher „für den Keller“ gemalt. Erst im September 2023 hatte ich den Mut, meine Werke auch öffentlich zu zeigen. Dieser Schritt war für mich persönlich sehr bedeutend und hat den Weg für Ausstellungen, Veranstaltungen und neue künstlerische Entwicklungen geöffnet.

KURTI: Wie konnte KURTI dich dabei unterstützen?

Marco: Zum einen dadurch, dass ich in die Gründerschmiede aufgenommen wurde – dort ist mein Geschäftsmodell überhaupt erst entstanden und konnte sich weiterentwickeln. Besonders geholfen hat mir der Austausch mit den Dozenten, dem KURTI-Team und den anderen Teilnehmenden. Genau diese Gespräche, Rückfragen und unterschiedlichen Perspektiven waren extrem wertvoll.

Eine wichtige Erkenntnis aus der Zeit war für mich vor allem, dass man eine Idee im besten Fall schon früh durch eine Umfrage oder direktes Feedback verifizieren sollte. Das hat meinen Blick auf die Entwicklung solcher Formate nochmal deutlich geschärft. Und natürlich ist auch dieses Interview eine schöne Form der Unterstützung. 🙂

KURTI: Dein neustes Format ist die STUFF I LIKE Conference, am 10.10.2026 in der Umformerhalle auf der Zeche Bonifacius in Essen. Was hat dich dazu bewogen dieses Format zu entwickeln und was für einen Mehrwert bietet es deinen Kunden?

Marco: Die STUFF I LIKE Conference ist eine Konferenz für bildende Künstler*innen und kreative Selbstständige, die aus einer sehr persönlichen Erfahrung entstanden ist.

Als ich mich im September 2023 zum ersten Mal auf eine Ausstellung beworben habe, stand ich vor genau den Fragen, die viele Kreative kennen: Wie werde ich sichtbar? Wie funktioniert der Kunstmarkt? Und wie lässt sich das Ganze überhaupt nachhaltig aufbauen? Eine Conference wie diese hätte mir damals enorm geholfen.

Genau daraus ist die SILC entstanden – bestätigt durch eine Umfrage unter über 100 Kreativen. Unter dem Motto „aus der Community für die Community“ bringt sie praxisnahe Einblicke aus Kunst, Galerie, Event-Organisation, Marketing und Psychologie zusammen – ehrlich, zugänglich und auf Augenhöhe.“ Bereits mein erster Post auf Instagram zeigte: Die Conferenz für Kreative von Kreativen kommt gut an.

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